Der Schützenverein Landesbergen wurde 1950 gegründet. In den anschließenden Jahren wurde durch den Gründungsvorstand, bestehend aus Fritz Backhaus, Friedrich Reschke, Heinrich Helmold, August Hambster und Helmut Sander, viel Arbeit geleistet, sodass schon 1952 das erste Landesberger Schützenfest gefeiert und im Sommer die Vereinsfahne eingeweiht werden konnte. Außerdem wird schnell Anschluss gefunden, sodass der Schützenverein Landesbergen bald bei Rundenwettkämpfen mitschießt und sich mit anderen Vereinen erfolgreich misst. In den nächsten Jahren werden außerdem einheitliche Vereinsjacken beschafft. Außerdem kann am 6. Okt. 1957 der Kleinkaliberstand bei Heinz Heineking eingeweiht werden, der Vereinswirt spendet außerdem eine Ehrenplakette. Dann kam in den 60er Jahren der Tiefpunkt. Doch Willi Kunzemann, Erich Kneist und Paul Kerlikowski schafften es die fast aussichtslose finanzielle Situation zu bereinigen. Im dritten Jahrzehnt des Vereins stand die Jugendarbeit im Vordergrund. Originalton Hermann Klünder: „Ein Verein ohne Jugendgruppe ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt.“Erich Kneist und Willi Kunzemann übernehmen fortan die Betreuung der Jugendlichen. Statt autofreier Sonntage gab es stromfreie Schießsonntage im Bahnhof. Der Strom war von einem Tag auf den anderen abgestellt worden. Nach zähen Verhandlungen zwischen dem Stromversorger und dem Vereinswirt wurde im KK Stand ein Stromanschluss gelegt. Zum 25. Geburtstag des Schützenvereins hat die Gemeinde den noch heute existieren­den Samtgemeindepokal gestiftet. Erster Sieger wird hier der Schützenverein Bolsehle. Auf der Generalversammlung 1974 legt Erich Kneist überraschend sein Amt als erster Vorsitzender nieder. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Fritz Backhaus. Nun kam der Neubau des Schützenhauses: In Zusammenarbeit mit derFreiwilligenFeuerwehr Landesbergen wurde am Gemeindezentrum ein neues Gebäude, welches nun das Schützenhaus und das Feuerwehr Gerätehaus beherbergt, gebaut. Durch viel unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz vieler Mitglieder, vor allem dem damaligen Vorsitzenden Karl–Heinz Kortum konnten viele Kosten gering gehalten werden, sodass nun ausreichende Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Seit 1983 stellt der Schützenverein Landesbergen fast konstant den größten Anteil der Rundenwettkampf-Mannschaften. Ein Jahr später meldete sich die erste Damenmannschaft zum RWK an, in dieser Zeit erlebt die Damenriege einen großen Aufschwung. 1986 kam der bisherig größte Erfolg des Vereins: Landesbergen 1 stieg mit Karsten Hasselbusch, Christian Branding, Andreas Artner und Klaus Feßner in die Regionalliga auf. 1990 titelte die Harke: “Landesbergen erfolgreichster Verein im Kreis“vorangegangen waren zahlreiche Einzel- und Mannschaftskreismeistertitel. 1995 krönte die „Erste“ ihren Erfolg mit dem Aufstieg in die Landesliga, welcher bis heute einer der größten Erfolge des Vereins ist. 1993 gab es unter dem Vorsitz von Horst Bröker den jüngsten Vorstand der Vereinsgeschichte mit einem Durchschnittsalter von 31,3 Jahren. Leider musste er aus beruflichen Gründen 1999 den Vorsitz an Ralf Eickhoff abgeben. Neben schießsportlichen Erfolgen legt der Vorstand aber auch großen Wert auf gesellige Verantstungen um die eher inaktiven Schützen und Schützinnen in das Vereinsleben einzubinden.Neben Vergleichsschießen mit den Nachbarvereinen gibt es zahl­reiche vereinsinterne Wettbewerbe und Veranstaltungen.

Ein Höhepunkt ist hier sicherlich das beliebte Schweinepreisschießen, wo auch Schützen, die nicht am RWK teilnehmen, eine ruhige Hand und ein sicheres Auge beweisen können, um dadurch Fleisch vom Schwei gewinnen zu können. Bei der sommerlichen Rad´l-Tour ins Blaue kommen dann alle von 3 bis 73 Jahren auf ihre Kosten. Beim Schützenfest alle zwei Jahre erhält der bessere von Schützenkönig oder Königin die Festscheibe. In den letzten Jahren zeigten die Damen eine enorme Leistungssteigerung. Mit Elfi Höltke 1991, Heike Duensing 1995, Ina Sieker 2002 und Anja Latzel 2006 zeigten viermal die Damen der Herren, was eine Harke ist. Die festfreien Jahre nutzt die Damengruppe für Jahresfahrten und verlängerte Wochenenden. 2007 legte Ralf Eickhoff sein Amt als 1. Vorsitzender nieder, das bis heute Christian Branding ausführt.
Die Zeit unter Christian Branding ist eine Zeit der Veränderungen und Anschaffungen. Insbesondere wurde das Thema Waffenrecht behandelt, das Schützenhaus modernisiert, mit neuer Theke, neuem Waffen- und Kleidungslager, sowie Beamer und Videoübertragungen von den Luftdruck- und KK-Ständen in den Aufenthaltsraum. Ebenso wurde im Zuge des Umbaus des Schützenhauses ein ebenerdiger Eingang für das Gemeindezentrum eingerichtet und der Sportwaffenbestand verbessert.